
Das Internet stellt ein paradigmatisches Beispiel einer virtuellen Allmende, also einer gemeinschaftlich genutzten Ressource dar. Es verdankt sich der aktiven Mitwirkung all jener, die es nutzen und weiterentwickeln. Doch ist die zunehmende Aneignung des Netzes durch eine kleine Zahl marktbeherrschender Unternehmen voll im Gange.
Angesichts dieser Entwicklung wird verstärkt die Forderung laut, das Internet in seinem ursprünglichen Charakter als „Commons“ wiederherzustellen. Wie können Nutzer eine tatsächliche Entscheidungsfreiheit darüber erlangen, welche Informations-, Dienstleistungs- und Produktangebote sie in Anspruch nehmen oder selbst einbringen möchten? Welchen Stellenwert haben Forderungen nach „digitaler Souveränität“, „Public Digital Infrastructure“ oder „digitaler Grundversorgung“? Wie ist mit der Herausforderung umzugehen, dass technische Infrastruktur und Zugang – Server, Netzwerke und Plattformen – oft privatwirtschaftlich kontrolliert sind und somit kommerzielle Logiken viele Investitionen, Innovationen sowie Zugangsformen und Nutzungsmöglichkeiten bestimmen?
Podiumsgäste:
Die Veranstaltung ist der öffentliche Teil des Berliner Werkstattgesprächs 2026 der „Arbeitsgemeinschaft Christliche Sozialethik“ an den deutschsprachigen Hochschulen, die ihre diesjährige Fachtagung dem Thema „Sozialethik der Gemeingüter“ widmen.

