Veranstaltungsarchiv

Sorry is all that you can’t say

Bedingungen und Grenzen von Vergeben
Termin: 23.09.2016
Uhrzeit: 12:00 – 15:00 Uhr
Ort: Katholische Akademie in Berlin, Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin
Für Schüler und Schülerinnen der Berliner Oberstufe.

Menschen tun einander Unrecht – durch Gewalt oder Missbrauch von Macht. Auch Geliebte und Freunde können einander durch Untreue, Verrat und Betrug enttäuschen. Wer dieses erlitten oder begangen hat, fragt, wie danach damit umzugehen ist:

Kann man getanes oder erlittenes Unrecht einfach „ablegen wie einen Sack alter Nägel“ und dann nochmal von vorne beginnen? Und gäbe es bestimmte Bedingungen – wie z.B. das Bereuen, die Wiedergutmachung – die erst erfüllt sein müssten, bevor wir überhaupt erst vergeben können oder um Vergebung bitten dürften? Noch schwieriger wird es, wenn Vergebung unserem Anspruch von Gerechtigkeit in die Quere kommt – oder die geschädigten Personen gar nicht mehr vergeben können. Und wie viel Macht steckt im Geben von Vergebung? Voller psychologischer, moralischer, sozial-ethischer und theologischer Motive erstreckt sich das Thema von einer individuellen bis zu einer politischen Ebene. 

Dr. Aaron Looney hat in den USA und Deutschland Philosophie, Theologie und Literatur studiert und unterrichtet Philosophie an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen. In seinem Buch über den französisch-jüdischen Philosoph Vladimir Jankélévitch behandelt er die Frage nach der Vergebung.

 

Referenten
Gastreferenten
Dr. Aaron Looney
Kooperationspartner
Abteilung Religionsunterricht des Erzbistums Berlin