
Die lyrische Grundkraft der Psalmen
Poetik, Ästhetik und Theologie
Florian Pataki, Magisterarbeit, Ev. Theologie, Universität Greifswald
Die Psalmen zählen zu den einflussreichsten Texten der jüdisch-christlichen Tradition – als Gebete, Gesänge und poetische Sprachkunst. Ausgehend von modernen Ansätzen der Psalmenforschung, insbesondere der Psaltertheologie Günter Baders, untersucht Florian Pataki in seiner Magisterarbeit die Psalmen als eigenständige Form religiöser Lyrik. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie poetische Form zum Träger theologischer Erkenntnis wird. Die Untersuchung zeigt, dass die theologische Kraft der Psalmen wesentlich aus ihrer sprachlichen und künstlerischen Gestalt hervorgeht – und dass sich ihre Wirkung erst im Zusammenspiel von Dichtung, Klang und religiöser Erfahrung vollständig erschließt.
Der „Geist Gottes“ in Bibel und Tradition
Pneumatologische Ansätze in Judentum und Christentum
Nils Thomas, Magisterarbeit, Kath. Theologie, Theologische Fakultät Trier
Welche Bedeutung hat der Geist Gottes in Judentum und Christentum heute? Dieser Frage widmet sich Nils Thomas in seiner Magisterarbeit. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass der Heilige Geist in der katholischen Theologie seit dem 20. Jahrhundert oft vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit erhalten hat. Anhand der biblischen Vorstellungen von „Ruach“ (hebräisch: „Geist“) und des „Parakleten“ (des „Beistands“ bzw. Heiligen Geistes im Johannesevangelium) untersucht die Arbeit deren Weiterentwicklung in der frühen Tradition sowie in zeitgenössischen Ansätzen. Sie zeigt, dass die verschiedenen Vorstellungen und Deutungsmöglichkeiten der Wirkung des göttlichen Geistes in beiden Religionen durchaus auch Gemeinsamkeiten aufweisen und Perspektiven für den interreligiösen Dialog eröffnen.
Auf die Vorträge reagieren Dr. Brinthanan Puvaneswaran, evangelischer Theologe und Wissenschaftsmanager am Exzellenzcluster SCRIPTS der FU Berlin und Johanna Mängel, Promotionsstudentin an der Theologischen Fakultät der HU Berlin.
Bitte merken Sie sich den nächsten Termin in der Reihe vor:
19.06.2026, 18 Uhr
Religion, Politik und Macht: Globaler Rechtspopulismus und neopentekostale Religiosität in Brasilien
Natalie Meinert, Religionswissenschaft, Universität Leipzig
Alissa Neu, Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Bewerbungen für den Herbst werden bis zum 1.07.2026 entgegengenommen.
Informationen auf Anfrage an:
Larissa Gerg: gerg@katholische-akademie-berlin.de
Marina Sawall: sawall@katholische-akademie-berlin.de

