Veranstaltungsarchiv

Die unversiegbare Quelle. Was Elija und die Witwe aus Sarepta über das Zusammenleben mit Muslimen lehren

Dokumentation
Schwester Carol Cooke-Eid: Die unversiegbare Quelle
Termin: 28.03.2019
Beginn: 20:00 Uhr
Ort: Club der polnischen Versager, Ackerstr. 168, 10115 Berlin, (U8 Rosenthaler Platz)

Es ist eine Erzählung aus dem Buch der Könige: Der Prophet Elija wird in einer Zeit der Dürre, die er auch noch selbst vorhergesagt hat, nach Sarepta geschickt. „Ich habe einer Witwe befohlen, dich zu versorgen“, sagt ihm der Herr. Nur: Diese Witwe hat selbst nichts. Eine letzte karge Mahlzeit für sich und ihren Sohn – um dann zu sterben. Aber der Mehltopf und der Ölkrug werden nicht leer. Das ist der erste Teil der Erzählung.

Sarepta liegt heute im südlichen Libanon, zwischen Saida und Sur. Vor allem schiitische Muslime leben dort, aber auch einige Christen unterschiedlichster Konfessionen, Sunniten und Maroniten. Schwester Carol ist Libanesin. Sie war 9 Jahre alt, als im Libanon der Krieg zwischen den verschiedenen Religionen und Konfessionen begann. Später studierte sie, u.a. in Deutschland, Psychologie und Theologie. Zurück im Nahen Osten lernte sie das Kloster Mar Musa kennen. Es wurde in den syrischen Bergen von dem Jesuiten Paolo Dall Oglio gegründet und hat als einziges Kloster die zentrale Ordensregel, Dialog mit den muslimischen Nachbarn zu führen. Und Schwester Carol wurde Nonne dieser Gemeinschaft, die seit dem Krieg in Syrien vor ganz besonderen Schwierigkeiten steht – wovon nicht vorhandenes Mehl die kleinste Sorge ist.

Die Erzählung von Elija und der Witwe in Sarepta endet aber nicht bei dem Mehl, das nicht versiegt. Im weiteren Verlauf ist gar nicht mehr so klar, wer hier wem etwas zu geben hat. Was können Elija und die Witwe über das Zusammenleben mit Muslimen lehren?

 

Referenten
Gastreferenten
Schwester Carol Cooke-Eid (Gemeinschaft Mar Musa)