
Gegenwärtig erleben wir einen Umbruch in der Weltordnung. Zunehmend scheint an die Stelle der Herrschaft des Rechts das Recht des Stärkeren zu treten. Hier treten zwei Konzepte gegeneinander an, die schon in der Antike miteinander gerungen und im platonischen Werk ihren präzisesten Ausdruck und ihre tiefgründigste Analyse erfahren haben. Im Vortrag soll diese Analyse vorgestellt und gefragt werden, wie das Gute zu verstehen ist, das Platon dem bloßen Machtdenken entgegensetzt.
Die Philosophin und Politikwissenschaftlerin Barbara Zehnpfennig stellt im öffentlichen Teil des Kolloquiums ihre Thesen zu den religionsphilosophischen Anregungen von Platons politischer Philosophie vor und diskutiert diese in einem anschließenden Podiumsgespräch.

