Veranstaltungshöhepunkte

Montag, 25.08.2014 – Sonntag, 31.08.2014

XV. Deutsch-Polnische Ferienakademie: "Werte in der Demokratie"

für Seminaristen und Studierende der Theologie und der Sozialwissenschaften

Akademietagung

Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs vor 25 Jahren hat sich die demokratische Ordnung in Europa ausgebreitet. Ihre Attraktivität ist auch von Enttäuschungen begleitet. Kein System kann beliebige Erwartung erfüllen - welche sind wesentlich?

Freitag, 19.09.2014, 16.00 Uhr

"Es gibt keinen Gott außer..." - vielleicht noch deinem?

Der eine Gott und die vielen Religionen - V. Berliner Oberstufenforum

Berliner Oberstufenforum Theologie / Religionsphilosophie

| Prof. Dr. Reinhold Bernhardt, Universität Basel

Für manche ist die eigene Religion die einzige Wahrheit, die mit Leidenschaft allen zu erzählen ist. Andere meinen, dass Religion nur Leiden schafft und Ursache für Krieg und Streit ist und glauben lieber nur das, was bewiesen werden kann.

Andacht in der Akademiekirche St. Thomas von Aquin

„Wenn ich etwas am Christentum bewundere oder vielleicht sollte ich sagen; an den Christen, deren Glauben mich mehr als nur überzeugte“, schreibt Navid Kermani, „nämlich bezwang, aller Einwände beraubte, wenn ich nur einen Aspekt, eine Eigenschaft zum Vorbild nehme, zur Leitschnur auch für mich, ist es die Liebe, insofern sie sich nicht nur auf den Nächsten bezieht. In anderen Religionen wird ebenfalls geliebt, es wird zur Barmherzigkeit, zur Mildtätigkeit angehalten. Aber die Liebe, die ich bei vielen Christen und am häufigsten bei jenen wahrnehme, die ihr Leben Jesu verschrieben haben, den Mönchen und Nonnen, geht über das Maß hinaus, auf das ein Mensch auch ohne Gott kommen könnte: Ihre Liebe macht keinen Unterschied.“

Diese Sätze bilden den Anfang seines Porträts über Padre Paolo Dall Oglio, der im März 2013 in der Akademie noch „Hoffnung auf Versöhnung“ in Syrien hegte und mit Muslimen und Christen dafür betete. Wie kein anderer hat er sich für Frieden und Versöhnung in Syrien eingesetzt. Als er sich am 29. Juli desselben Jahres aufmachte, um mit ISIS um die Herausgabe von Gefangenen und für Frieden zu verhandeln, verschwand er. Bisher gibt es kein Lebenszeichen von ihm. In der Akademiekirche St. Thomas von Aquin wird am Jahrestag seines Verschwindens, am 29. Juli 2014, um 19.00 Uhr an ihn gedacht und für ihn und für Frieden und Versöhnung in Syrien gebetet werden.

Ramadan Karim!

Ob ein „Ramadan-Muslim“ dasselbe ist wie ein „Sonntags-Christ“; spekulierten wir neulich. Rein Rechnerisch: 62 Sonn- und Feiertage rechne ich für einen Katholiken dieses Jahr; und 30 Tage dauert der Ramadan. „Zählt der ganze Sonntag, oder nur der Kirchgang?“, fragten wir uns weiter. Kalkulieren wir großzügig: 3 Stunden pro Sonntag und kommen auf: 186 Stunden (da ist schon miteinbegriffen: Überziehen des Gottesdienstes wegen nicht endender Abkündigungen, Wettersegen oder einer Zugabe des Gemeindechors und der Stress mit dem agnostischen Freund, der lieber gemütlich im Bett frühstücken möchte). Dem stehen in diesem Ramadan 480 Fasten-Stunden gegenüber (schon mitgerechnet: Kontaktscheue wegen Mundgeruch ab 10stündigem Fasten und bleierne Müdigkeit ab Stunde 7). Dieses Jahr beenden wir das Rechnen kleinlaut.

Nicht zählbar ist die Freude des „trotzdem“: Der erste Schluck köstlichen Wassers, das beschwingte Singen des letzten Kirchenliedes auf dem Nachhauseweg, das gemeinsame Feiern mit Freunden und der Familie, der vertraute Blick zum Kreuz nach Tagen der Verhüllung in der Karwoche, die Zusage: „Ich bin bei dir“ zwischen zwei Herzschlägen.

Mittlerweile ist es ein schöner Brauch, dass Christen den muslimischen Schwestern und Brüdern die besten Segenswünsche für das Fasten übermitteln: Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz tut es, der Berliner Kardinal zusammen mit dem evangelischen Kollegen auch, der Diözesanrat der Katholiken (aber leider nicht online) – und im Vatikan schreibt nicht der zuständige Minister, Kardinal Tauran, sondern der Papst selbst nimmt neuerdings die Feder in die Hand und gratuliert zum Großen Fest des Fastenbrechens (und weil Rom nicht mailt, sondern per Post schickt, steht hier [noch] kein Link). Da schließen wir uns an: Gesegneten Ramadan!

Für Sie notiert

Nachtragen 

Nachtragen. Schon das Wort signalisiert ein tiefsitzendes Unbehagen, etwas quälend Lastendes in einer hektischen und aussichtslosen Bewegung auf etwas hin, das unbedingt eingeholt werden muss. ...

Wir über uns