Mittwoch, 23.05.2012, 19.00-21.00 Uhr
Katholische Soziallehre als Quelle der Ordnungspolitik
Podiumsdiskussion
| Prof. Dr. Nils Goldschmidt, Hochschule München/ Fellow des Walter-Eucken-Instituts; Msgr. Prof. Dr. Peter Schallenberg, Direktor der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle, Mönchengladbach; Dr. Karen Horn, Wert der Freiheit GmbH, Berlin
Die katholische Soziallehre hat das nach dem II. Weltkrieg entstehende Konglomerat ordnungspolitischer und sozialstaatlicher Grundsätze maßgeblich mit geprägt. Welche Einflüsse waren dies - und wie steht es um die Vitalität dieser Tradition heute?
Dienstag, 05.06.2012, 18.00-20.00 Uhr
Die Geschichte einer antisemitischen Fabel
Akademie vor Sieben
| Dr. Hermann Simon, Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum und Pfarrer i.R. Johannes Hildebrandt, Arbeitsgemeinschaft Judentum und Christentum in der Ev. Kirche in Berlin-Brandenburg
Im Novemberheft des Jahres 1984 erschien in der DDR-Kinderzeitschrift "Die ABC-Zeitung" eine Geschichte über den Feuerdrachen Zion. Es war eine antisemitische Fabel, die gegen das jüdische Volk und den Staat Israel gerichtet war.
Samstag, 16.06.2012, 19.30 Uhr
ein Projekt mit Folgen für das politische Selbstverständnis Europas?
Vortrag
| Prof. Dr. A. S. Bruckstein Çoruh, Philosophin & Kuratorin, TASWIR Projects / ha'atelier
Die Rede von der "jüdisch-christlichen Tradition" verstellt einen spezifisch jüdisch-muslimischen Traditionsstrang der theologischen und kulturellen Interaktion. Diese Geschichte ist von Bedeutung für die Rede vom "christlichen Abendland".
„Einen neuen Aufbruch wagen“
… ist das Motto des diesjährigen Katholikentags, der vom 16.-20. Mai in Mannheim stattfindet, und der bei zahlreichen Veranstaltungen die Vielfalt des Katholischen sichtbar macht. Die Katholische Akademie in Berlin wirkt in zwei Moderationen von Veranstaltungen mit: „Welche Theologie will die Kirche?“ (Samstag 14:00) mit Christoph Markschies, Bischof Gerhard Ludwig Müller und Margit Eckholt; Moderation: Joachim Hake, Direktor der Katholischen Akademie in Berlin. Die Veranstaltung „Wer wir sind, lassen wir uns nicht mehr sagen!“ (Donnerstag, 14:00) mit Abdul Ahmad Rashid, Ulrich Pick, Gunda Ostermann und Thorsten Gerald Schneiders wird von der Referentin für Islam und Theologie, Katrin Visse, moderiert werden.
Dichtung und Religion
Für jene, die sich in die Grenzregion von Dichtung und Religion begeben, empfiehlt es sich, den Hochmut der Aufklärung und seinen Panzer von Skepsis und Ironie zurück zu lassen. Erst so wird ihr Blick frei für jene Zusammenhänge, die uns üblicherweise verborgen sind: die Zusammenhänge von Träumen und Gottessuche, von der epiphanen Kürze der Gedichte und den uralten Geschichten der Religionen, der tröstenden Kraft von Dichtung und der Hellsicht der Einsamkeiten, dem Wechsel von Erinnerung und Vergessen und den Rhythmen ihrer Wiederholung.
Für eine katholische Akademie, die sich auch als eine Sprachschule der Gottesrede versteht, ist die Aufmerksamkeit für die Verwandtschaft von Dichtung und Religion unverzichtbar, denn es gilt, was Nicolas Lash so notiert hat: „Es ist das Opfer der modernen westlichen Kultur, dass sie zum Opfer derjenigen Illusion wurde, welche in unterschiedlichen Spielarten sowohl den Gläubigen als auch den Ungläubigen gemeinsam ist, dass es ganz und gar leicht sei, über Gott zu reden.“ (N.Lash, Holiness, Speech and Silence.)