
„Ich war bemüht, in möglichst enge Fühlung mit den Texten selbst zu kommen“ – so Romano Guardini 1939 im Vorwort seiner Hölderlin-Monographie. Guardinis intensive Auseinandersetzung mit Literatur fand in der Theologie seither große Aufmerksamkeit, blieb jedoch in literaturwissenschaftlichen Debatten weitgehend unberücksichtigt. Wie lässt sich seine spezifische Form der Literaturinterpretation bestimmen? Welchen Zugang zu Literatur entwickelte Guardini? Wie wählte er aus? Und wie lässt sich sein Werk zwischen Theologie, Kulturkritik und Literaturwissenschaft verorten?
Diesen Fragen möchten wir im Rahmen eines interdisziplinären Kolloquiums nachgehen. Gemeinsam lesen und diskutieren wir ausgewählte Passagen aus Guardinis drei großen Monographien zu Hölderlin, Rilke und Dostojewski.
Das Kolloquium richtet sich ausdrücklich an Studierende und Promovierende, die sich für Guardinis Denken interessieren oder sich im Rahmen ihrer Forschung mit seinem Werk beschäftigen.
Teilnahme auf Einladung.

