
Maria Unbefleckte Empfängnis in Berlin-Karlshorst ist ein markantes Ensemble aus Kirche (1936/37), historistischen Pfarrhaus von 1909 und einem Vorplatz. Sie ist in den Stilformen altrömischer Basiliken gehalten und bietet dennoch Bezüge zur Neuen Sachlichkeit. Zugleich ist es der späteste katholische Kirchenbau vor dem Zweiten Weltkrieg und inmitten der NS-Zeit. Es ist eine Kirche, die aufgrund der (zeitweisen) Beschlagnahme des Ortsteils Karlshorst durch die Rote Armee, ein spezieller Zeuge der Kriegsfolgen ist.
Zu Beginn des neuen Kirchenführungsprogramms der mehr als 20 Jahre alten Reihe, Berlins
Sakralarchitektur möchte ich mit Ihnen gerne die Karlshorster Kirche St. Marien (neu) entdecken.
Nicht nur, dass die Ur-Gemeinde in Karlshorst einen berühmten ersten Geistlichen hatte, den
seligen Bernhard Lichtenberg. Sie ist ebenso voller sehr interessanter Geschichten.
Vom Bau des Pfarrhauses mit Notkirche und vielen weiteren Pläne bis hin zur Einweihung der
heutigen Kirche, Mitte der 1930er Jahre. Darüber hinaus ist das Gotteshaus Zeuge der
frühen Beschlagnahmung von Teilen Karlshorsts durch die Rote Armee. 1949 wieder freigegeben entwickelte sich nun ein
lebendiges Gemeindeleben. 2003 fusionierte die Gemeinde mit der in Friedrichsfelde. Mittlerweile sind beide Teil der Pfarrei Hildegard von Bingen.
Bei der gut einstündigen Führung in Vortragsform geht es um die besondere Bau-
Gestalt der Kirche, sowie die vielen bis heute einzigartigen Ausstattungsstücke im
Kirchenraum.
Herzliche Einladung zur Kirchenführung am 7. Januar 2026 um 18 Uhr in der
Karlshorster St.-Marien-Kirche.

