
Religion als Teil rechtspopulistischer Politik
Viktor Orbán, Narendra Modi und Donald Trump im Vergleich
Natalie Meinert, Religionswissenschaft, Universität Leipzig
Welche Rolle spielt Religion bei rechtspopulistischen und autoritären Regierungsoberhäuptern? Dieser Frage widmet sich Natalie Meinert in einer vergleichenden Analyse der religiösen Rhetorik und Politik von Narendra Modi, Viktor Orbán und Donald Trump. Die Masterarbeit untersucht mit einem gemischt-methodischen Ansatz anhand von Fallbeispielen, wie religiöse Narrative, Symbole und (Selbst-)Inszenierungen genutzt werden. Diskutiert wird, ob sich anhand der Befunde ein zeitgenössischer, globaler Politik-Typus ableiten lässt.
„And God will pay you!“ Symbolische und performative Bedeutungsproduktion in der neopentekostalen Kirche Igreja Universal do Reino de Deus in Brasilien
Alissa Kim Neu, Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Wie kann man sich religiösen Spendenpraktiken in neopentekostalen Kirchen Brasiliens nähern, ohne die weit verbreitete Erklärung der Manipulation zu reproduzieren? Dieser Frage geht Alissa Neu in ihrer Fallstudie zur Igreja Universal do Reino de Deus (IURD) in Curitiba nach, in der sie insbesondere die Bedeutungsproduktion in Spendenaufrufen untersucht. Auf Grundlage von Ernesto Laclaus Diskurstheorie eröffnet die Studie eine Perspektive auf den Kampf um die Bedeutung von Glauben und schärft den kritischen Blick für religiöse Diskurse als Orte der Aushandlung von Realität, Macht und Selbstwirksamkeit.
Auf die Vorträge reagieren Dr. Leandro Fontana, Ökumenereferent im Bistum Mainz, und Alexandra Kemmerer, Leiterin des Berliner Büros des Max Planck-Instituts für Ausländisches Recht und Völkerrecht.
Bewerbungen für den Herbst werden bis zum 1.07.2026 entgegengenommen.
Informationen auf Anfrage an:
Larissa Gerg: gerg@katholische-akademie-berlin.de
Marina Sawall: sawall@katholische-akademie-berlin.de

