Veranstaltungsarchiv

Iphigenie auf Tauris

Gespräch nach der Vorstellung
Foto: Arno Declair
Termin: 19.04.2017
Beginn: 21:40 Uhr
Ort: Deutsches Theater, Schumannstr. 13a, 10117 Berlin
Das Gespräch nach der Vorstellung fragt - auch wenn es altmodisch klingen mag - nach dem Wahren, Schönen und Guten in einer Theateraufführung.

Diese großen Begriffe werden fassbar, wenn wir sie bewegen und in Beziehung setzen: Ist das Gute wahr? Wie ist das Schöne gut, und was am Wahren ist schön? Diese Fragen sollen nicht in eine theoretische Betrachtung führen, sondern die eigenen Fragen zur Aufführung und persönlichen Eindrücke hervorholen. Anlässlich des gemeinsam im Theatersaal Erlebten wollen wir über die eigenen Vorstellungsbilder miteinander ins Gespräch kommen.

Heimweh ist Sehnsucht nach Vertrautem. Es schaut in Richtung Vergangenem und Erlebtem, das meist nicht bleibt, wie es einst war. Wie geht die Sehnsucht damit um? Zugleich gibt es die Sehnsucht nach dem Fremden, Offenen und der Zukunft, ohne die kein Lernen, keine Entwicklung möglich ist. Wie lassen sich die Sehnsucht nach Vertrautem und die Lust auf Unbekanntes fruchtbar machen?

Das Gespräch nach der Vorstellung besteht dieses Mal aus zwei Teilen: Einer Einführung zum Stück durch den Dramaturgen Claus Cäsar, die wir die wir unbedingt empfehlen. Sie findet voraussichtlich auf einer Probebühne statt – bitte Beschilderung beachten.

Und direkt nach „Iphigenie auf Tauris“ (ca. 22:00 Uhr) beginnen Peter Gößwein und Katrin Visse gemeinsam mit dem Dramaturgen Claus Caesar zusammen mit Ihnen das eigentlich Gespräch nach der Vorstellung.

Das  Stück

“Es fürchte die Götter das Menschengeschlecht”

Sie ist die Tochter des fluchbeladenen Geschlechts der Tantaliden. Nur himmlischer Intervention verdankt es Iphigenie, dass sie noch am Leben ist, wollte ihr Vater Agamemnon sie doch einst den Göttern opfern, damit das griechische Heer vorankomme Richtung Troja. In letzter Sekunde entführte Artemis das Mädchen und brachte sie nach Tauris. Jetzt, nach vielen Jahren als Artemis‘ Priesterin in der Fremde, sehnt sie sich nach Rückkehr. Und ist zugleich dem Taurerkönig Thoas tief verplichtet, dessen Gewaltgesellschaft sie in eine humane verwandelt hat. – “Es fürchte die Götter das Menschengeschlecht”, heißt es im Parzenlied, das Iphigenie in ihrer Kindheit gehört und so gern vergessen hatte. Heiner Müller hat einmal gesagt, man müsse nur einen einfachen Druckfehler machen und schon werde der Satz aktuell: “Es fürchten die Götter das Menschengeschlecht”. Das ganze Stück zittere vor diesem Druckfehler.

Regie: Ivan Panteleev

Dramaturgie: Claus Caesar

Premiere war am 14. Oktober 2016, Deutsches Theater 

Organisatorisches
Das Gespräch nach der Vorstellung  findet im großen Saal statt und ist nur für Besucher der Abendvorstellung im Deutschen Theater möglich. Außerdem gibt es dieses Mal, eigens zur Vorbereitung auf das  Gespräch nach der Vorstellung, eine Einführung zum Stück, die wir unbedingt empfehlen.

TREFFPUNKT FÜR DIE EINFÜHRUNG DURCH DEN DRAMATURGEN IST UM 19:30 Uhr AM EINGANG DER KAMMERSPIELE (“STEINFOYER”).

Die Vorstellung selbst beginnt um 20.00 Uhr. Eine gesonderte Anmeldung zum Gespräch nach der Vorstellung (beginnt ca. 22.00 Uhr und endet ca. 22:45 Uhr) ist nicht verpflichtend, aber willkommen.

Karten für die Vorstellung “Iphigenie auf Tauris” können Sie im  Vorverkauf (sehr empfohlen!) oder aber  an der Tageskasse im Foyer des Deutschen Theaters erwerben.

Montag bis Samstag:11.00 – 18.30 Uhr, Sonn- und Feiertage: 15.00 – 18.30 Uhr

Telefon: 030.28 441-225

 

Referenten
Gastreferenten
Claus Caesar, Dramaturg, Berlin
Verantwortlich
Dr. Katrin Visse
Referentin
+49 30 28 30 95-114 E-Mail schreiben