Veranstaltungsarchiv

Der hingestreckte Sommer

Teilnahme per LIVESTREAM möglich
Quelle: Karl-Jaspers-Gesellschaft
Termin: 19.01.2022
Beginn: 19:00 Uhr
Ort: Katholische Akademie in Berlin, Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin

„Die Wörter erlauben mir, bis auf Sichtweite ans Leben heranzukommen.“

49 Geschichten. Auf der Bühne Johann Sebastian Bach mit einem Stück für Violine Solo, ein Dokument des Zusammenbruchs, der Diamantschleifer Tolkowsky im Dienst der Lichtmaximierung, der eigene Vater, der Schallplatten macht und die Tochter als Chansonsängerin sehen möchte, eine Schlange, ein Gecko am Atlantik und viele andere mehr.

Es geht um die ruhelosen Wörter, ihre Verstecke und Hinterhalte, um die Macht der Gehäuse, Hüllen und Vitrinen, das wilde Eigenleben der Dinge, die Magie des Schreibens und um die Sprache als „bündnisfähige Mitwisserin“.

In ihrem Buch „Der hingestreckte Sommer“ nähert sich Gisela von Wysocki erneut den Mysterien von Faszination und Erinnerung, von Initiation und Verwandlung. 49 Geschichten “erfinderischer Theatralität“, leicht und beiläufig und mit einer epiphanen Wucht, die einem immer wieder den Atem raubt.

Im Wechsel von Lesung und Gespräch stellen Gisela von Wysocki und Lothar Müller das Buch „Der hingestreckte Sommer, Suhrkamp 2021“ vor.

Gisela von Wysocki ist Autorin von Essays, Theaterstücken und Hörspielen. Sie studierte Musikwissenschaft in Berlin und Wien und Philosophie bei Theodor W. Adorno und promovierte über den österreichischen Dichter Peter Altenberg. Ihr Roman Wiesengrund erschien 2016. Für ihre Bücher wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Lothar Müller studierte Germanistik und Geschichte. Er ist Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung seit 2010 Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2000 erhielt er den Alfred-Kerr-Preis, 2008 den Johann-Heinrich-Merck-Preis. Veröffentlichung zuletzt: Adrien Proust und sein Sohn Marcel, Beobachter der erkrankten Welt, Berlin 2021.

Link zum Livestream: https://youtu.be/fdHliRRqxLs

Referenten
Gastreferenten
Lothar Müller
(SZ)
Gisela von Wysocki