
Religiöse „Musik“ gibt es im Islam zu verschiedenen Orten und Anlässen: Es wird rezitiert und zum Gebet gerufen, es gibt religiöse Gesänge, Musik für tanzende Derwische und welche für wichtige Wendepunkte im Leben eines Menschen. Neben der Stimme kommen verschiedene Instrumente zum Einsatz. Dabei kommen feine Nuancen in der Tonartenführung, in der Melodie und überhaupt in den verwendeten Tönen zum Einsatz, die in der „westlichen“ Tradition nur noch selten Verwendung finden und daher für nach dieser Tradition geschulten Ohren schwierig zu hören sind. Enes Kökdemir, Sänger und Rezitator, und Özlem Yılmaz, Musikerin und Islamwissenschaftlerin, erklären und erläutern die reichen Musiktradition im Islam und lassen diese erklingen. Und sie schaffen einen Zugang für alle, die noch mehr hören und wahrnehmen wollen als das, was auf eine Notenlinie passt.
Özlem Yılmaz ist Nay-Spielerin und Islamwissenschaftlerin. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Modalmusiktheorie sowie islamische Philosophie und Kulturgeschichte.
Enes Kökdemir ist Musiker und spielt Tanbur. Sein Bachelorstudium absolvierte er im Bereich Gesangsausbildung, anschließend schloss er seinen Master an der Universität Istanbul im Fach Islamische Geschichte und Künste mit Schwerpunkt Türkische Musik ab. Derzeit ist er Doktorand im Fach Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin.

