
Am Anfang der Neuen Politischen Theologie stand nicht die alte politische Theologie von Carl Schmitt. Nicht die Frage nach der Souveränität, nach Macht motivierte Johann Baptist Metz dazu, diese Theologie zu begründen. Die Neue Politische Theologie begann mit der Frage nach dem, was „Welt“ heißt und wie diese gerettet werden könne. Angeschärft wurde dieses Projekt der Weltwerdung durch die Auseinandersetzung mit der Katastrophe Auschwitz.
Während Vertreter:innen der alten politischen Theologie die Kampfzonen ausweiten, arbeitet die Neue Politische Theologie als „Theologie mit dem Gesicht zur Welt“ gerade im Blick auf die ökologischen Katastrophen an einer kritisch-revolutionären Veränderungsethik, die auch die nichtmenschlichen Kreaturen einbezieht. Diese Tradition katholischen politischen Denkens wollen wir angesichts gegenwärtiger Herausforderungen und Krisen vergegenwärtigen und neu entdecken.

