
Hedwig von Andechs-Meranien (1174-1243), heiratete zwölfjährig den Piastenherzog Heinrich I. von Schlesien. Durchdrungen von einer tiefen Christusbeziehung gründete die siebenfache Mutter Klöster, Spitäler und Armen-häuser. Sie repräsentierte das zisterziensische Frömmigkeitsideal ebenso wie das politische Ethos einer christlichen Herzogin, für die Wohlergehen, Gerechtigkeit und sozialer Frieden zusammengehören. Hedwig – auf Polnisch Jadwiga Śląska – wurde zur Landespatronin und zu einer wichtigen Integrationsgestalt für die zweisprachige Bevölkerung Schlesiens. Sie gehört zu den zentralen Brückenbauerinnen des europäischen Hochmittelalters und wird bis heute in Polen und Deutschland sehr verehrt.
Programm an der Katholischen Akademie in Berlin e.V.:
Donnerstag, 15. Oktober 2026
14.00 Uhr Begrüßung durch Erzbischof Dr. Heiner Koch, Berlin und Bischof Dr. Bertram Meier, Augsburg
15.15 Uhr Bischof Wolfgang Ipolt, Görlitz: „Ihr Herz war so entbrannt, dass sie keine Ruhe finden konnte vor Liebe zu Gott…“ Gedanken zur Spiritualität der heiligen Hedwig
16.00 Uhr Pfr. Dr. Michał Wilkosz, Hannover: Die heilige Hedwig als Brücke zwischen den Kulturen
17.15 Uhr Bischof em. Jan Kopiec, Gliwice: Auf mittelalterlichem Fundament – mit Hoffnung in unsere Zeit nach 1945: Die Verehrung der heiligen Hedwig in Schlesien
18.00 Uhr Diskussion über die identitätsstiftende Verbindung der Heiligen und ihr Potential als „Patronin der deutsch-polnischen Versöhnung“ Moderation: Dr. Konstantin Manthey, Berlin
Anschließend Abendessen
Freitag, 16. Oktober 2026 (Hochfest der heiligen Hedwig)
08.00 Uhr Hl. Messe am Hochfest in SANKT HEDWIG MITTE – mit Weihbischof Dr. Matthias Heinrich, Berlin und Bischof Dr. Bertram Meier, Augsburg
09.30 Uhr Tageseinleitung: Anna Maria Praßler
09.45 Uhr Dr. Birgitta Klemenz, Andechs: Hedwig und die Frauen der Andechs-Meranier – Schachfiguren auf dem Spielfeld der Politik oder selbstbewusste Persönlichkeiten?
10.30 Uhr Sr. Dr. Sandra Gelbe OCist, Abtei Seligenthal: Schenkend beschenkt: Sankt Hedwig von Andechs und die Zisterzienserinnen. Mit einem Blick auf die Abtei Seligenthal
11.30 Uhr Sr. Thaddaea Selnack OCist, Abtei St. Marienstern: O FELIX HEDWIGIS. Spuren der Verehrung der heiligen Hedwig in der Liturgie der Zisterzienser
12.15 Uhr Prof. Dr. Marcin Worbs, Opole: Die heilige Hedwig in der publizierten Verkündigung der schlesischen Diözesanbischöfe im 20. und 21. Jahrhundert
Anschließend Mittagessen
Freitag, 16. Oktober 2026 (Hochfest der heiligen Hedwig), 2. Teil
14.30 Uhr Führungsangebot in Kleingruppen durch die Kathedrale SANKT HEDWIG MITTE
16.30 Uhr P. Prior Dr. Maximilian Schiefermüller OSB, Abtei Admont: 450 Jahre Hedwigsverehrung in Oberösterreich und jüngst auch in der Steiermark
17.15 Uhr Hedwig Vielreicher, Gelting: Eine Reliquie Ex Capite Sanctae Hedwigis als kostbares Familienerbe
17.45 Uhr Abendessen
19.00 Uhr Öffentlicher Abendvortrag: Univ.-Prof. Dr. habil. Gabriela Jelitto-Piechulik, Opole:
Auf den Spuren der heiligen Hedwig in Schlesien – mit Auszügen aus der deutschsprachigen Belletristik des 19. bis 21. Jahrhunderts in Zusammenarbeit mit Studierenden der Universität Opole
Samstag, 17. Oktober 2026
09.15 Uhr Tageseinleitung: Sr. Dr. M. Theresia Wittemann, OSF
09.30 Uhr Dr. Katja Triebe, Berlin: Hedwig von Schlesien als Mutter und Landesmutter in der Kunst des Mittelalters
10.15 Uhr Dr. Stefan Schöch/Anna Maria Praßler, Innsbruck/Berlin: Alte Legenden – Neue Geschichten? Zum Potential der Hedwigserzählung für Kinder heute
11:00 Uhr Dr. Konstantin Manthey, Berlin: Die Hedwigsverehrung im Erzbistum Berlin. Beispiele aus der Kunst.
11.45 Uhr Kurzfilme zu biografischen Stationen der heiligen Hedwig und ihrer Großeltern
12.30 Uhr Mittagessen
14.00 Uhr Diakon Markus Müller, Caritasdirektor, Augsburg: Hedwig. Mit ihren radikalen Ansätzen zur Caritas von heute
14.45 Uhr Podium: Die Spiritualität und 170jährige Geschichte der in Breslau gegründeten Hedwigschwestern Moderation: Sr. Dr. M. Theresia Wittemann, OSF
16.00 Uhr erweitertes Podium mit Referentinnen und Referenten: Abschlussdiskussion
17.30 Uhr Verabschiedung
Alle Angaben ohne Gewähr – Änderungen vorbehalten! Stand der Informationen: 15.1.2026KM
Begleitend sind jeweils eine Ausstellung der Paramentenwerkstatt der Zisterzienserinnenabtei Thyrnau/Bayern sowie der Geschichte der Hedwigschwestern, Berlin zu sehen.
Zum 760. Jahrestag der Kanonisation der heiligen Hedwig im Frühjahr 2027 erscheint ein Tagungsband mit allen Beiträgen.
Die Tagung wird veranstaltet von der Katholischen Akademie in Berlin e.V.
in Kooperation mit dem Bistum Augsburg und dem Erzbistum Berlin.
ORT: Katholische Akademie, Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin
TAGUNGSKOSTEN: inkl. Unterlagen und Mahlzeiten (außer Frühstück) 115 €
bis zum 15. April 2026 als Frühbucherrabatt
danach beträgt der Tagungspreis 150 €,
Studierende zahlen 65 €.
Hinzukommen: Übernachtung inkl. Frühstück im EZ 120 €/ im DZ 140 € pro Nacht
Ein Zimmerkontingent im Hotel Aquino bzw. dem Dietrich-Bonhoeffer-Haus steht für Selbstbucher und -zahler zur Verfügung.
Es ist möglich, einzelne Tage zu buchen. Anfragen unter: manthey@katholische-akademie-berlin.de
Der öffentliche Abendvortrag am 16. Oktober kann tagungsunabhängig besucht werden (Abendkasse: 10 €)
ANMELDUNG: information@katholische-akademie-berlin.de; 030 28 30 95 0

