Dienstag, 16.04.2019, 17.00-19.00 Uhr

LEBENSLINIEN

Erzählcafé

Liebe Freundinnen und Freunde des Erzählcafés,
ich begrüße als Gast des Erzählcafés im April ganz herzlich Nina Achminow!

"Fremd bleiben und heimisch werden" nennt sie eine wesentliche Linie in ihrem Leben.

Nina Achminow ist 1999 aus der katholischen Kirche ausgetreten. Und dreizehn Jahre später, nach der Erstkommunion ihrer Tochter, wieder eingetreten. Dass sie über diesen Weg geschrieben hat – erst einen Essay, dann eine Erzählung, und dann, für den Herder-Verlag, ein ganzes Buch – das war nicht absehbar, aber folgerichtig. Denn von Jugend an schreibt sie, wenn Gedanken und Gefühle eine Ausdrucksform suchen. 

Achminow, Nina, Gott - glaube ich, Mein Weg raus aus der Kirche und wieder zurück, Herder 2016 

Den Titel kann man so oder so lesen: Gott glaube ich, der Kirche nicht? Oder: es ist Gott, glaube ich, und nicht nur eine Illusion? Die katholische Kirche ist für Nina Achminow eine Heimat, aus der sie ausgewandert und wieder zurückgekehrt ist. Katholisch ist ihre spirituelle Muttersprache. Ob es Gott gibt oder nicht, ob Religiosität eine Begabung ist wie etwa Musikalität, ein Evolutionsmerkmal der menschlichen Spezies oder vielleicht eine Psychotechnik, diese Fragen sind Teil ihres Lebensweges. Aber etwas hat sich für sie verändert. Ausgetreten ist sie schweigend, grollend. Seit sie wieder da ist, grollt sie nicht mehr, sondern spricht offen über das, was sie für falsch hält im katholischen Verein. Und über das, was kostbar ist. 

Nina Achminow wurde 1963 in München geboren, als jüngstes von vier Geschwistern. Der Vater: Russe, Enkel orthodoxer Priester, im Sozialismus aufgewachsen, Kriegsmigrant, Soziologe. Die Mutter: Rheinländerin mit holländischem Pass, katholisch, talentierte Journalistin und seine Mitarbeiterin, bis sie ihren eigenen Weg einschlägt: Sie engagiert sich bei der Telefonseelsorge. 

Nina Achminow, das jüngste Kind in einer Familie starker und kontroverser Persönlichkeiten, findet für sich einen eigenen Ort: das Theater. Nach einem langen, immerhin abgeschlossenem Studium und allerlei künstlerischen Versuchen betreut sie Vorstellungen als Inspizientin, seit vielen Jahren am Berliner Renaissance-Theater. Ein Beruf, der den Freiraum lässt, zu schreiben, wenn es etwas zu schreiben gibt. Sei es die Dramatisierung von Otfried Preußlers KRABAT, 1994 uraufgeführt und seitdem vielfach nachgespielt, seien es Hörspiele, Essays, Rundfunkbeiträge oder eben die Geschichte vom Weg zurück zur Kirche. 

Herzliche Einladung beim nächsten Erzählcafé – LEBENSLINIEN am Dienstag, dem 16.04.2019, um 17:00 Uhr dabei zu sein. Der Eintritt ist wie immer frei. 

Ich freue mich auf die Geschichten von und das Gespräch mit Nina Achminow und bin gespannt, was Sie dazu zu erzählen haben. 

Ihr
Peter Gößwein

Gastreferenten: Nina Achminow

Ort: Katholische Akademie in Berlin

Referent

Peter Gößwein

Gespräch nach der Vorstellung; Erzählcafé

Veranstaltungskontakt

Katholische Akademie in Berlin e.V.
Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin

Tel. (030) 28 30 95-0
Fax (030) 28 30 95-147

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Anmeldung zur Veranstaltung:

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(freiwillig)

An der Veranstaltung nehme/n ich und zusätzlich teil.



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