Joachim Hake
Joachim Hake (Jg. 1963) ist Theologe und seit 2007 Direktor der Katholischen Akademie in Berlin. In Lingen/Emsland geboren verbrachte er die Kindheit und Jugend in Ostfriesland, bevor ihn das Studium der Katholischen Theologie nach Münster und später nach Rom führte.
An beiden Orten beeindruckte ihn die Weite des Katholischen: in Münster eher urban und aufgeklärt, in Rom weltkirchlich-barock oder mönchisch zwischen Vatikan und Aventin. Von seinen theologischen Lehrern Thomas Pröpper und Elmar Salmann hat er - wenn auch mit unterschiedlicher Akzentsetzung - gelernt, dass Theologie den Christen in die freiere und gleichzeitig schwierigere Lesart des Lebens einweisen muss, jene ‚lectio difficilior’, die für den Gläubigen die Spannungen von kirchlicher Tradition und modernem Freiheitsverständnis nicht einseitig auflöst und die katholische Fülle des christlichen Glaubens für die Gegenwart in Kirche, Kultur und Gesellschaft zu erschließen sucht.Von 1997-2006 war er verantwortlich für das Tagungs- und Bildungsprogramm der Burg Rothenfels am Main. Die Burg Rothenfels wurde vor allem durch das Wirken des katholischen Religionsphilosophen Romano Guardini und die Liturgische Bewegung bekannt. Das Hauptinteresse seiner Arbeit gilt seither dem Verhältnis von Christentum und Moderne, Kultur und Theologie sowie Kultur und Politik.
Publikationen u.a.:
Von Tränen und Heiligen. Emile M. Ciorans traurige Wissenschaft, in: Thomas Pröpper, Michael Raske, Jürgen Werbick (Hg.) Mystik – Herausforderung und Inspiration. Gotthard Fuchs zum 70. Geburtstag, Ostfildern 2008, 304-314; Mit dem Glauben Schiffbruch erleiden. Notizen zu Paulus, Claudio Magris und der Blindheit der Liebe; Jahrbuch für das Erzbistum Berlin 2008/2009. Gemeinsam mit Elmar Salmann Herausgeber von Spuren. Essays zu Kultur und Glaube, EOS-Verlag 2008ff




