Veranstaltungsarchiv

Die Frau vom Meer

Gespräch nach der Vorstellung
© Arno Declair
Termin: 21.05.2015
Uhrzeit: 21:30 – 22:30 Uhr
Ort: Deutsches Theater, Schumannstr. 13a, 10117 Berlin
Das Gespräch nach der Vorstellung erkundet, wem wir verpflichtet sind: unseren Gebundenheiten oder unseren Visionen? Was heißt "richtiges" Leben? Und was ist ein "falsches?

Die Idee
Gespräch nach der Vorstellung

Welche Nachbilder es auch sein mögen, die uns durch den Kopf gehen nach einem Theaterbesuch, stets sind sie aufgespannt zwischen dem gerade Erlebten und dem, was wir ins Theater mitgebracht haben an Erinnerungen und Vorstellungen. So ist der persönliche Eindruck zuletzt immer auch zusammengesetzt aus biographischen, kulturellen und weltanschaulichen Elementen. Das Gespräch nach der Vorstellung lädt deshalb nicht ein zu einer theatertheoretischen Debatte, sucht nicht den Meinungsaustausch. Vielmehr wollen wir anlässlich des gemeinsam Erlebten im Theatersaal über die eigenen Vorstellungsbilder ins Gespräch kommen, und über deren Horizont in Religion und Weltanschauung.
Das Gespräch nach der Vorstellung  erkundet, wem wir verpflichtet sind: unseren Gebundenheiten oder unseren Visionen? Was heißt „richtiges“ Leben? Und was ist ein „falsches“?

Ins Gespräch einführen werden Peter Gößwein und Katrin Visse gegen 21:30 Uhr, gleich im Anschluss an die Vorstellung “Die Frau vom Meer”.

Das  Stück
Die Frau vom Meer (von Henrik Ibsen)

Dr. Wangel und seine zweite Frau Ellida leben gemeinsam mit Wangels Töchtern in einem Haus am Ende eines Fjordes. Doch in der vermeintlichen Idylle fühlt sich Ellida fremd und wurzellos. Wangel versucht mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln seiner Frau zu helfen, doch der Erfolg seiner Methoden ist zweifelhaft. Ellida taucht immer tiefer ab in Träume und Fantasien und stellt ihr gesamtes Leben in Frage. Auch Wangels Töchter Hilde und Bolette, suchen nach einem anderen, richtigen und freien Leben, doch jede Freiheit hat ihren Preis.

Ibsens Menschenzeichung ist frappierend: Seine Figuren wissen nicht mehr über sich als wir über uns. Sie tragen Welten in sich, Möglichkeiten zur Freiheit, zu Veränderung – und bleiben gefangen in ihrer verlogenen Wirklichkeit. Zu groß sind Angst und Pragmatismus, zu sehr sind sie gewohnt, ihre Träume und Fantasien nicht zu leben. Bis selbst diese irgendwann verschwinden.

(aus dem DT-Programm)

Regie: Stephan Kimmig, Premiere im DT war am 26. November 2014.

Organisatorisches
Eine Teilnahme am Gespräch nach der Vorstellung ist nur für Besucher der Abendvorstellung im Deutschen Theater möglich.

 Die Vorstellung beginnt um 19.30 Uhr. Eine gesonderte Anmeldung zum Gespräch nach der Vorstellung (beginnt ca. 21.40 Uhr und endet ca. 22:30 Uhr) ist nicht verpflichtend, aber willkommen.

Karten für die Vorstellung “Das Spiel ist aus” können Sie im  Vorverkauf oder aber  an der Tageskasse im Foyer des Deutschen Theaters erwerben.

Montag bis Samstag:11.00 – 18.30 Uhr, Sonn- und Feiertage: 15.00 – 18.30 Uhr

Telefon: 030.28 441-225

 

Referenten
Verantwortlich
Dr. Katrin Visse
Referentin
+49 30 28 30 95-114 E-Mail schreiben