Donnerstag, 16.02.2012 – Samstag, 18.02.2012

Das Böse: Perspektiven nach Kant

5. Berliner Kolloquium Junge Religionsphilosophie

Kolloquium Junge Religionsphilosophie

Das Böse fasziniert und stößt ab, es zeigt, verkörpert und verbirgt sich. Wenige Begriffe fordern unser Denken heraus wie dieser. Ein Kolloquium für Nachwuchswissenschaftler aus Theologie und Philosophie, Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften.

Das 5. BERLINER KOLLOQUIUM JUNGE RELIGIONSPHILOSOPHIE befasste sich mit einem Thema, das die Religionsphilosophie zwar häufig zu meiden sucht, das sich ihr jedoch immer wieder aufdrängt: dem  Bösen.

Das Böse fasziniert und stößt ab, es zeigt, verkörpert und verbirgt sich. Wenige Begriffe forderten und fordern derart zum Denken heraus wie dieser. Seine Brisanz verdankt er nicht zuletzt dem Umstand, dass das Böse, wie ein Blick auf die Alltagssprache und die Politik zeigt, tief in Fragen nach der Bedrohung des zwischenmenschlichen Zusammenlebens verankert ist. Den öffentlichen Vortrag zur Eröffnung des Kolloquiums am Donnerstag, 16. Februar 2012 hält der Philosoph Volker Gerhardt.

Eine erste Annäherung an das Thema gewährt ein am 15. März im Deutschlandfunk gesendetes Feature von Peter Leusch, der im Vorfeld der Tagung Volker Gerhardt, Jürgen Manemann und Teilnehmende des Kolloquiums gesprochen hatte. Sie können es hier als Manuskript nachlesen oder anhören (siehe rechte Spalte).


Wie auch in den vorherigen Kolloquien dieser Reihe soll auch 2012 das gemeinsame Nachdenken systematische und historische Überlegungen im Themenfeld aufgreifen. Beiträge zum Kolloquium können deshalb wahlweise auch von einem klassischen Autor aus entwickelt werden, diesmal von Immanuel Kant. Dabei gilt es dann nicht nur, Kants eigene Perspektiven auf das Böse zu diskutieren und in diesem Zusammenhang auch der Frage nachzugehen, welchen Stellenwert das Böse in seinem Werk einnimmt, ob Kant sich nicht sogar in erster Linie mit dem Bösen befasst hat. Gegenstand der Beiträge und Diskussionen des Kolloquiums sollen überdies auch Perspektiven auf das Böse "nach" Kant und über Kant hinaus sein.

Ausgewählte Vortragende sind während des Kolloquiums Gäste der Veranstalter und sind von Übernachtungskosten und Tagungsbeitrag befreit. Zuschüsse zu den Reisekosten können leider nicht gewährt werden. Folgende Beiträge wurden aus den Einsendungen zum Call for Papers zum Vortrag eingeladen:

René Dausner, Eichstätt   Das radikal Böse und die Erbsünde. Eine theologische Auseinandersetzung mit I. Kant und Th. Pröpper

Thomas Hanke, Frankfurt   Als ob genug getan wäre

Thimo Heisenberg, New Haven (USA)   Jenseits der Unerforschlichkeit. Schellings anthr. Weiterentwicklung des Kantischen ‘radikalen Bösen’ in der Freiheitsschrift (1809)

Andreas Holzbauer, Hamburg    Imagination als Darstellungsform des Bösen

Miriam Ommeln, Karlsruhe   Kann das Böse gut sein? Das Verhältnis von Bosheit und aufgeklärter Mündigkeit.

Ekaterina Poljakova, Moskau (RUS)   „Wie der Himmel von der Hölle unterschieden“? Kants Entparadoxierung des radikalen Bösen

Christian Rößner, Augsburg  Der gute Wille und das böse Herz. Kants „moralische Gesinnung im Kampfe“

Jakub Sirovátka, Eichstätt    „Das Sollen und das Böse in der Philosophie Immanuel Kants. Zum Zusammenhang zwischen kategorischem Imperativ und dem Hang zum Bösen

Caroline Sommerfeld-Lethen, Wien (AUT)    Der Hang zum Bösen: Gleichgewicht der Kräfte oder Selbstorganisation?

Henning Tegtmeyer, Mainz  Schelling über die Liebe zum Bösen

Klaus Viertbauer, Salzburg  (AUT)    Freispruch Gottes? Das Böse im Kontext der Theodizee bei Immanuel Kant mit Blick auf Johann Gottlieb Fichte

Saneyuki Yamatsuta, Mainz/Tokyo    Anders als Theodizee. Spinoza und Kant über das Böse des Menschen

Für jeden angenommenen Beitrag zum Thema werden 45 Minuten des Kolloquiums reserviert; die Vorträge sollten einen Umfang von 20 Minuten nicht überschreiten, die übrige Zeit ist für die Aussprache vorgesehen. In der freien Sektion werden mit verkürzten Vortragszeiten weitere Vorträge vörgestellt.

RATIO des Kolloquiums
Das fünfte Berliner Kolloquium Junge Religionsphilosophie will Nachwuchsforscher aus den Geistes,- Sozial- und Kulturwissenschaften, insbesondere der Theologie und der Philosophie versammeln,  die ein Interesse an der Religionsphilosophie haben. Ziel ist der offene und interdisziplinäre  Austausch jenseits der Spielregeln akademischer Karriereplanung, ernsthaft und intellektuell  ambitioniert in der Sache und auf dem Stand der akademischen Forschung. Veranstalter sind das Forschungsinstitut für Philosophie Hannover (fiph), die Deutsche Gesellschaft für Religionsphilosophie und die Katholische Akademie in Berlin e.V. 

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ORT
Katholische Akademie in Berlin e.V. und Tagungshotel Aquino
Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin.

ANMELDUNG
Die Teilnahme ist begrenzt auf 30 Personen. Anmeldeschluss für Gäste ist der 31. Januar 2012. Alle Anmeldungen (Formular ) werden bestätigt und bei Überweisung des Tagungsbeitrages wirksam.

KOSTEN
Der Tagungsbeitrag beträgt für Gäste 75,- Euro.
Auf Wunsch reservieren wir Einzel- oder Doppelzimmer im Hotel auf dem Campus der Akademie von Donnerstag bis Samstag  zum Preis von insgesamt 150,- Euro pro Person. Eine Verlängerung bis zum Sonntag  ist grundsätzlich möglich (Aufpreis 50,- Euro). 

Überweisungen bitte mit dem Stichwort "Kant" an die Katholische Akademie, Pax Bank e.G., BLZ 370 601 93, Konto 6 000 167 019. IBAN: DE34 3706019360001670 19; BIC (SWIFT Code): GENODED1PAX.

Ort: Katholische Akademie in Berlin

Referent

Dr. Martin Knechtges

Philosophie, Junge Akademie, FUGE Journal

Kooperationspartner

Forschungsinstitut für Philosophie Hannover

Gerberstr. 26
30169 Hannover
http://www.fiph.de


Deutsche Gesellschaft für Religionsphilosophie (DGR)

Veranstaltungskontakt

Katholische Akademie in Berlin e.V.
Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin

Tel. (030) 28 30 95-0
Fax (030) 28 30 95-147

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