Kultur und Glaube

Der christliche Glaube hat unsere Kultur geprägt durch Erzählungen, durch Rituale und sinnliche Zeichen, durch Bilder und Musik sowie durch Vorstellungen vom gelingenden Leben. Das gilt auch dort noch, wo religiöse Symbole und Sprachspiele ohne christlichen Bekenntniszusammenhang auftreten: als Zitat oder Verweis in Film, Theater, Werbung oder Inszenierung von Massenevents. Wer als Christ die kulturelle Gegenwart seines Glaubens verstehen will, muss derartige Phänomen lesen und verstehen lernen. Gleichzeitig setzt kulturelle Bildung mehr und mehr religiöse Bildung voraus.
Mehr noch: Kultur ist immer auch der Ausdruck und die Symbolisierung menschlicher Selbstverhältnisse, der Fragen des Menschen nach Sinn und Unsinn, Heil und Unheil sowie der letzten Bestimmung seines Lebens. Eine Theologie, die das Verhältnis von Kultur und Glaube ernst nimmt, sucht die Unausschöpflichkeit ästhetischer Erfahrungen und die Unbestimmtheiten der kulturellen Lebenswelten als Herausforderung zu vertieftem Nachdenken und Reflexion gläubigen Lebens.


18Apr.

Sonntag, 18.04.2010, 16.00 Uhr

Das Inselreich

Reinhold Schneider und England

Lesung und Gespräch | Jürgen Israel, Germanist, Berlin; Hans Peter Hallwachs, Schauspieler, Berlin

1936 erscheint Reinhold Schneiders umfangreichste Geschichtsdeutung "Das Inselreich. Gesetz und Größe der britischen Macht". Hinter dem englischen Reich, dem "Gegenreich", taucht für ihn ebenso das Antlitz Cäsars auf wie der Anspruch des Kreuzes.


06Mai.

Donnerstag, 06.05.2010, 19.00-21.30 Uhr

Becoming postmaterial Citizens - Graham Ward über Glaubenssätze, die es gegen kulturelle Trends zu verteidigen gilt.

(in englischer Sprache mit deutscher Simultanübersetzung)

Religionsphilosophische Vorlesung und Diskussion | Professor Graham Ward, Manchester

Gegen die Geschichte des Welt-Verbrauchens und -Vergessens steht die Geschichte des eschatologischen Humanismus: der anglikanische Theologe entwickelt eine politische Theologie, in der kleinliche Kirchenkritik keinen Platz findet, wohl aber die Kirche.


22Jun.

Dienstag, 22.06.2010, 19.00 Uhr

Martin Heidegger und der Nationalsozialismus

Akademieabend | Prof. Dr. Holger Zaborowski, Washington D.C.

Am Fall Heideggers zeigt sich, daß überragende Gelehrsamkeit und politische Urteilsfähigkeit zweierlei sind. Sein Rektorat 1933/34 wird kontrovers diskutiert. Zaborowski zeigt den Stand der Diskussion zum Fall des großen Philosophen aus Meßkirch.

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Aktuelle Veranstaltungen

15 Mär.

09.30 Uhr

Christlicher Humanismus

in Kooperation mit der Abteilung Fortbildung des Erzbistums Berlin

15 Mär.

19.00 Uhr

Im Schatten der Sterne

Ungleiches Gedenken - die Herbert-Baum-Gruppe

16 Mär.

15.00 Uhr

Die Bremer Universität und die wilden 68er

Erzählcafé

Veranstaltungskontakt

Katholische Akademie in Berlin e.V.
Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin

Tel. (030) 28 30 95-0
Fax (030) 28 30 95-147

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