Neuhardenberger Kolloquium Religion und Moderne
Jeweils im Spätsommer finden sich auf Einladung der Katholischen Akademie in Berlin sowie deren Partner, der Stiftung „Schloß Neuhardenberg“ und der Identity Stiftung, eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern, Intellektuellen und Künstlern zum kolloquialen Gespräch zusammen.
Thematisch greift das „Neuhardenberger Kolloquium Religion und Moderne“ die in den letzten Jahren gewachsene öffentliche Aufmerksamkeit für die Religion auf in der Ansicht, weder der triumphalistischen Reaktion noch den beharrlichen Leugnern des Religiösen das Feld zu überlassen. Die unübersehbare Präsenz der Religion in Räumen des Politischen und der Kunst, der philosophischen Reflexion und der biographischen Selbstverortung liefert den Veranstaltern Anlass genug, sich in ihren Planungen auf wesentliche Gesichtspunkte von akademischer und kulturell-politischer Relevanz zu konzentrieren:
„Medien der Transzendenz. Über Bild und Bildlosigkeit“ (2010), „Die Wiederkehr des Rituals.“ (2011); „Spiritualität und Systemzwang“ (2012); „Anthropotechnik und Sakralität“ (2013); „Radikalismus und Verinnerlichung“ (2014).
Zu den kontinuierlichen Teilnehmern der Kolloquienreihe gehören der Münchner Amerikanist Michael Hochgeschwender, die Berliner Literaturwissenschaftlerin Sigrid Weigel, die Philosophen Christoph Türcke (Leipzig) und Thomas Macho (Berlin), der Berliner Theologe Rolf Schieder, der Islamwissenschaftler Patrick Franke (Halle/Bamberg) sowie der Initiator und Sprecher des Kolloquiums, Jean-Pierre Wils, Religionswissenschaftler und Ethiker in Nijmegen. Themenspezifisch laden die Veranstalter weitere Personen hinzu.
Geplant ist, dass die Öffentlichkeit von den Kolloquien in Form von pointierten Publikationen, die den Erkenntnisgewinn des konzentrierten Austausches zu publizieren sucht, profitieren kann. Die Bände werden zeitnah zu den Kolloquien veröffentlicht. Überdies werden die Kolloquien mit öffentlichen Abenden in Berlin oder auf Schloss Neuhardenberg begleitet.

